Kegeln

Verfasst von otto am 22. November 2014 - 14:58

Kegeln

Kegeln zählt zu den beliebtesten Wettkampf- und Gesellschaftsspielen. Schon im alten Ägypten war das "Rollen mit dem Stein" bekannt. Teile des Kegelspiels fand man bei Ausgrabungen in einem Kindergrab. Auch in anderen Grabstätten sind Kegelszenen, auf Wandreliefs abgebildet, gefunden worden. Aus Überlieferungen ist bekannt, dass selbst die Germanen beim "Stein-Ziel-Werfen" auf drei, sieben oder neun Kegelknochen wetteiferten. Dabei sollten einerseits die stets allgegenwärtigen Dämonen vertrieben und die körperliche Ertüchtigung gepflegt werden.

 

BahnIn Europa lässt sich das Kegeln bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurückverfolgen. "Nur diente es damals einem völlig anderen Zweck. Es liegt in der Natur der Sache, dass es leicht ausartet und niedere Instinkte weckt" so ein Geschichtsforscher. Die erste Erwähnung des Kegeln wurde in der Chronik der Stadt Rothenburg gefunden. Ein junger Mann aus gutem Haus, der große Summen verloren hatte, wurde 1157 von seinem Onkel zu folgendem Gelöbnis gezwungen: "...zehn Jahre lang kein Spiel, sei es Würfeln oder Kegeln oder andere Spiele, womit man seinen Mitmenschen Verluste beibringt". Bei Nichteinhaltung drohte ihm der Verweis aus der Stadt und der Einzug seines gesamten Vermögens.

 

 

Der Missbrauch des Kegelns wurde auch durch ein Gedicht des Rektors Hugo von Trimberg Mitte des 13. Jahrhunderts belegt, in welchem er gegen das Kegeln zu Felde zog.

 

 

Restaurant "Rainbow" mit Kegel- & Bowlingcenter